Konzepte für das Pflanzen von Stadtbäumen

Effektive Pflanzsysteme für Stadtbäume widmen sich allen Fragen rund um das Pflanzen von Bäumen im städtischen Raum. Dazu gehören auch die richtige Einschätzung des zu erwartenden Wurzelwachstums, das Regenwassermanagement, die garantierte Beständigkeit gegen schwere Verkehrsbelastungen sowie die Einkalkulierung bestehender und neuer Versorgungsleitungen.

Wer will, dass Bäume zu großen, gesunden Mitgeschöpfen heranwachsen, muss mehr tun als Löcher zu graben und junge Bäume zu pflanzen, vor allem in der Stadt. Manchmal bleibt unbeachtet, dass Bäume wachsen und es ein Gleichgewicht zwischen Baumgröße und Wurzelsystem geben muss. Funktionale Bäume verlangen ein Bodenvolumen, das der Größe des Blätterdachs des ausgewachsenen Baumes entspricht.

Keine Frage: Grün verschönert den städtischen Raum. Neben ihrer Schönheit bieten jedoch nur Stadtbäume so viele weitere Vorteile, dass sie als Grundlage der grünen Infrastruktur einer Stadt gelten können.
Der wichtigste zu nennende Vorteil ist ihr Potenzial, den Klimawandel zu verlangsamen. Große Stadtbäume kühlen unseren sich aufwärmenden Planeten, reduzieren das Hochwasserrisiko und fungieren zudem als hervorragende Kohlendioxidspeicher und Sauerstofflieferanten. Das Pflanzen von Bäumen kann zur Gesundung des Planeten beitragen und gleichzeitig unser tägliches Leben verbessern, beispielsweise durch Blutdrucksenkung und Stressverminderung. Es ist unerlässlich, heute für zukünftige Generationen Bäume zu pflanzen.


Bäume im urbanen Kontext


Es ist eine anerkannte Tatsache, dass ältere Bäume wesentlich zu gesünderem Boden, besserer Luft und saubererem Wasser in den Städten beitragen können. Aber Städte sind im Allgemeinen keine gastfreundlichen Orte für das Pflanzenwachstum, und nur wenige Bäume erreichen ein Alter, in dem sie sinnvolle ökologische Dienste leisten können.

Wir berücksichtigen, dass der städtische Boden multifunktional genutzt wird: für die städtische Holzwirtschaft, für das Bauen und die Wasserwirtschaft. Die an Bäume geknüpften Erwartungen unterscheiden sich damit von denen in ländlichen Gebieten erheblich. Bäume in der Stadt brauchen Raum, um zu gedeihen, dürfen dabei jedoch die Straßenbeläge und unterirdischen Infrastrukturen nicht gefährden.

Die Herausforderung, grüne, blaue und graue Infrastrukturen zu kombinieren:


Platzmangel: Jeder städtische Quadratzentimeter wird bereits intensiv genutzt: durch Straßen, Kanalisation, Parkplätze, Versorgungsleitungen u. ä. Da nur wenig Platz zur Verfügung steht, ist ein hochwirksames Bodenvolumen erforderlich, damit aus Bäumen große Bäume werden können.

Versorgungsleitungen verlaufen überall: Wenn Sie in der Stadt einen Baum pflanzen möchten, befinden sich in Ihrem geplanten Grabungsgebiet mit recht großer Wahrscheinlichkeit auch Versorgungsleitungen. Dazu kommt, dass diese nicht immer dort verlaufen, wo man es erwartet.  Für das Umverlegen solcher Leitungen ist meist kein Budget vorhanden. Die kostengünstigste Lösung ist daher die Platzierung der Baumgrube zwischen den vorgefundenen Versorgungsleitungen. 

Straßenbauspezifikationen: Bäume benötigen lockere, gut durchlüftete Erde. Dies steht konträr zum Straßenbau, der auf Bodenverdichtung angewiesen ist. Wenn Bäume versuchen, in verdichtetem Boden zu wachsen, erreichen sie selten ihr volles Potenzial, können vorzeitig absterben oder in ihrem Überlebenskampf die Straßenpflasterung beschädigen. 

Gestörter Wasserzyklus: Einerseits wird Wasser über die Kanalisation abgeführt, andererseits trocknen städtischer Boden und Bäume aus. Dies scheint ein allgemeingültiges Prinzip. Es wäre jedoch bedeutend sinnvoller, den Baum zuerst vom Regen profitieren zu lassen, bevor man das Wasser ableitet.  Ein Konzept muss her, dass auf zirkuläre statt auf lineare Prozesse baut. 

Die unbarmherzigen Bedingungen in der Stadt zwingen uns dazu, die bestmöglichen Umstände für den Baum zu schaffen.  Die Zeiten, in denen Räume nur einer Funktion dienten, sind vorbei.

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